Aktuelles
Projektstand
Trotz Absage durch Bausenatorin versucht der Investor eine Änderung des Bebauungsplanes durchzusetzen!
Bausenatorin Petra Kahlfeldt hat am 7.10.2023 in der Berliner Morgenpost dem Hochhausprojekt in der geplanten Form eine Absage erteilt. Trotzdem versucht der Investor das für ihn lukrative Projekt in den nächsten Jahren voranzutreiben.
Mit Unterstützung von Bezirksstadtrat Cornelius Bechtler und dem Amtsleiter für Stadtentwicklung, Klaus Risken, wurde im April 2026 eine Bauvoranfrage gestellt. Im Juni 2026 wurde das Vorhaben im Stadtplanungsausschuss der BVV Pankow vorgestellt. Eine Baugenehmigung könnte frühestens im Jahr 2027 erteilt werden.
Wir fragen uns - warum findet der Planungsprozess ohne Bürgerbeteiligung statt? Was wird da hinter verschlossenen Türen besprochen? Wir haben den Bezirk um Aufklärung gebeten, aber leider keine zufriedenstellenden Antworten erhalten.
Aktuell scheint der Investor zumindest einer unserer Forderungen nachgekommen zu sein und die Höhe seiner Gebäude reduzieren zu wollen. Das wäre ein erster Teilerfolg. Wobei die Aussagen des Investors auch stark variieren und man aufpassen muss, dass dieser Punkt nicht später in der Planung wieder fallen gelassen wird.
Auffällig ist das extreme Greenwashing auf der Projektseite. Das Grundstück gehört dem Investor seit Jahren. Eine Begrünung der Fläche und der Schutz des Denkmals kann auch ohne massive Bebauung jederzeit durch den Investor umgesetzt werden!
Dass im Konzept des Investors die bisherige angebliche Flächenversiegelung des Parkplatzes problematisiert wird, erscheint widersprüchlich. Schließlich soll die Fläche künftig nahezu vollständig überbaut werden. Das jetzige Pflaster ist dagegen wasserdurchlässig mit ausreichend breiten Fugen.
Um das Projekt umzusetzen, müssten die Parteien den jetzigen Bebauungsplan ändern – derzeit darf dort u.a. aus Gründen des Denkmalschutzes nicht gebaut werden. Das Landesdenkmalamt Berlin und die Untere Denkmalschutzbehörde Pankow haben sich klar gegen eine Bebauung ausgesprochen.
Ein Bebauungsplanverfahren ist sehr aufwendig – es wird in Pankow auf Jahre in den Behörden Kapazitäten binden und so u.a. notwendige Schulsanierungen verzögern. Gerade erst wurde auch in der Umgebung für Verkehrsberuhigung gesorgt. Dieses Bauvorhaben setzen die Verkehrsberuhigung ad absurdum.
Das alles, damit ein Investor auf einem günstig erstanden Parkplatz, der bei Kauf nicht zur Bebauung vorgesehen war, nun bauen kann, um maximalen Profit zu erzielen.
Das kann nicht im Sinne der Bürger des Bezirkes sein!
Wir fordern:
- Bebauung des REWE-Parkplatzes nur in Höhe der unmittelbar umliegenden Häuser.
- Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
- Ein zum Bauprojekt gehörendes Parkraum- und Verkehrskonzept. Es ist zu befürchten, dass das Bauprojekt zu einer erheblichen zusätzlichen Verkehrsbelastung für die Anwohner auf beiden Seiten der Eldenaer Straße und der Proskauer Straße führen wird. Bisher gibt es nur vage Aussagen zu einer Tiefgarage. Eine Angabe über die Anzahl der Stellplätze fehlt.
- Ernsthafte Bürgerbeteiligung.
- Der Denkmalschutz des Schlachthofgeländes muss vor den Interessen eines Investors Priorität haben.
- Der Investor sollte vom Bezirk verpflichtet werden, Bäume für den Blankensteinpark zu stiften, als Ausgleich für die durch den Bau versiegelte Fläche.
Unterstütze uns und unterzeichne unsere Petition gegen den Bau hier auf Change.org